Unabhängiger Ratgeber fürs Auswandern: was Deutsche zu Aufenthalt und Visum, Steuern, Krankenversicherung und Rente klären müssen, für die EU und für Länder wie die USA, Kanada oder Thailand – belegt mit Gesetzen und Behördenseiten, ohne Provision.
Die Checkliste für Ihre Auswanderung, zeitlich geordnet: von der Länderwahl über Krankenkasse, Finanzamt und Abmeldung bis zu den ersten Wochen im neuen Land. Jeder Punkt mit Link auf den ausführlichen Artikel.
Ganz ohne Geld geht es nicht, mit wenig schon: Working Holiday bis 35 in Australien, Arbeitsuche in der EU mit deutschem Arbeitslosengeld und ein Einkommen, das Sie mitnehmen. Was jeder Weg verlangt.
In der EU bekommen Sie Ihre volle Rente und bleiben meist bei Ihrer deutschen Kasse. Außerhalb der EU entscheidet ein Abkommen darüber, ob Ihr Krankenversicherungsschutz bleibt; in Ländern wie Thailand oder den USA endet er.
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Schnell beantwortet
Kurze Antworten auf häufige Fragen rund ums Auswandern
Eine Apostille bestätigt, dass eine deutsche Urkunde echt ist, damit sie im Ausland anerkannt wird. Wer sie ausstellt, hängt von der Urkunde ab: das BfAA für Bundesurkunden, Landesbehörden oder Landgerichte für den Rest. In der EU brauchen Sie sie oft gar nicht. Hier stehen Zuständigkeiten, Ablauf und die Länder, in denen statt der Apostille die Legalisation gilt.
Für Geburts- und Heiratsurkunden ist nicht das Standesamt für die Apostille zuständig, sondern eine Landesbehörde, und die heißt in jedem Bundesland anders. Hier steht, welche Stelle wo zuständig ist, wie der Antrag läuft und wann Sie in der EU ganz ohne Apostille auskommen.
Für Visum, Heirat oder Anerkennung im Ausland müssen deutsche Urkunden und Zeugnisse oft beglaubigt übersetzt werden. Hier steht, wer das darf, wann das Zielland eigene Übersetzer verlangt, in welcher Reihenfolge Apostille und Übersetzung kommen und wann ein mehrsprachiges EU-Formular die Übersetzung ersetzt.
Für Visum, Arbeit oder Aufenthalt im Ausland brauchen Sie oft ein deutsches Führungszeugnis, außerhalb der EU meist mit Apostille. Die stellt nicht das Bundesamt für Justiz aus, sondern das BfAA. Hier steht die richtige Reihenfolge aus Deutschland und aus dem Ausland, was es kostet und wann in der EU ein mehrsprachiges Formular reicht.
Die internationale Geburtsurkunde ist ein mehrsprachiger Auszug aus dem Geburtenregister. In vielen europäischen Ländern gilt sie ohne Übersetzung und ohne Apostille. Hier steht, wo Sie sie bekommen, was sie kostet, wie sie sich vom EU-Formular unterscheidet und wann Sie trotzdem eine Apostille brauchen.
Was Familien vor dem Umzug klären müssen: die Zustimmung beider Eltern, was aus dem Kindergeld wird, welche Schule passt und wie Sie Kinder auf den Umzug vorbereiten. Plus: wohin mit Kindern?
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Häufig gestellte Fragen
Die wichtigsten Antworten rund ums Auswandern auf einen Blick
Wohin kann ich als Deutscher am einfachsten auswandern?
In jedes EU-Land, nach Island, Liechtenstein, Norwegen und mit Bewilligung in die Schweiz: Dort dürfen Sie ohne Visum leben und arbeiten. Ohne Fremdsprache kommen Österreich, die Deutschschweiz und Luxemburg in Frage, mit Englisch Irland und Malta. Außerhalb Europas brauchen Sie ein Visum, meist mit Arbeitgeber oder Einkommensnachweis.
Wie viel Geld brauche ich zum Auswandern?
Eine seriöse Pauschale gibt es nicht. Rechnen Sie Anreise, erste Miete mit Kaution, Krankenversicherung, Behördenkosten und eine Reserve für mindestens drei Monate ohne Einkommen zusammen. Manche Visa verlangen Mindestbeträge, etwa 4.200 NZD für das Working-Holiday-Visum in Neuseeland; das ist die Untergrenze, kein Budget.
Muss ich nach dem Auswandern in Deutschland Steuern zahlen?
Auf Ihr weltweites Einkommen nicht mehr, sobald Sie in Deutschland weder einen Wohnsitz noch Ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben. Eine Wohnung, die Ihnen weiter zur Verfügung steht, reicht für die Steuerpflicht. Bestimmte deutsche Einkünfte wie Mieten bleiben steuerpflichtig, und wer mindestens 1 Prozent an einer Kapitalgesellschaft hält, muss mit der Wegzugsbesteuerung rechnen.
Wie finde ich im Ausland einen Job?
In Europa über das EU-Jobportal EURES, über Jobbörsen wie www.auslandsjob.de, Karriereseiten von Unternehmen und berufliche Netzwerke. In der EU brauchen Sie keine Arbeitserlaubnis, bei reglementierten Berufen aber eventuell eine Anerkennung. Außerhalb der EU brauchen Sie meist einen Arbeitgeber, der Ihr Visum unterstützt.
Welche Krankenversicherung brauche ich beim Auswandern?
Das hängt vom Fall ab: Wer in einem anderen EU-Land arbeitet, ist meist dort versichert. Rentner mit deutscher Rente bleiben in der EU in der Regel bei ihrer deutschen Kasse und nutzen das Formular S1. Außerhalb der EU und der Abkommensstaaten hilft die deutsche gesetzliche Krankenversicherung nicht; dann brauchen Sie eine Versicherung, die dort gilt. Die EHIC gilt nur bei vorübergehenden Aufenthalten.
Was muss ich in Deutschland vor der Auswanderung erledigen?
Krankenversicherung klären, Finanzamt, Rentenversicherung, Familienkasse und Bank informieren, Wohnung und Verträge kündigen, den Rundfunkbeitrag abmelden und sich innerhalb von zwei Wochen nach dem Auszug beim Einwohnermeldeamt abmelden. Wer Arbeitslosengeld in ein anderes EU-Land mitnehmen will, beantragt das vor der Abreise.
Verliere ich meine deutsche Staatsangehörigkeit, wenn ich eine andere annehme?
Nach deutschem Recht nicht mehr: Die Vorschrift, nach der Deutsche beim freiwilligen Erwerb einer anderen Staatsangehörigkeit die deutsche verloren, ist weggefallen. Ob Ihr neues Land eine doppelte Staatsangehörigkeit erlaubt, regelt dessen Recht.